Ist das blaue LED-Licht gefährlich? Wie wirkt es auf Menschen?

Was kann blaues LED-Licht?

Warum weißes LED-Licht blau beginnt

Etwas Theorie um die Zusammenhänge besser zu verstehen: Weißes Licht ist immer eine Mischung von Lichtern mit unterschiedlichen Wellenlängen. Im Falle der LED-Beleuchtung wird das weiße Licht, das wir optisch wahrnehmen tatsächlich durch eine rein blaue LED ausgelöst.

Das blaue Licht tritt von der Diode dabei direkt auf eine sogenannte Phosphorschicht, in der einige der blauen Lichtstrahlen absorbiert werden. Diese Schicht wandelt das Blau in das energetisch günstigere gelbe Licht um. Beide Farbanteile nimmt unser menschliches Auge dann als weiß wahr. Dabei wirkt das Licht kälter, umso mehr blaue Anteile die Phosphorschicht ungehindert durchdringen können und wärmer, wenn ein größerer Anteil des blauen Lichts umgewandelt wird.

Wie wirkt blaues Licht auf uns Menschen?

Nachweislich wirkt sich blaues Licht auf uns Menschen aus. Es steuert den Melatonin-Haushalt in unserem Körper und sorgt damit für unseren biologischen Tag und Nacht Rhythmus. Personen, die vielen blauem Licht ausgesetzt sind, klagen vereinzelt vor Ermüdungserscheinungen oder Schlafproblemen. Aufgrund der Kurzwelligkeit von blauem Licht und der damit hohen Energie, die übertragen wird, löst das Licht über einen längeren Zeitraum dann chemische Prozesse in Gang die über Jahre hinweg die Sehleistung einschränken können.

Aus diesem Grund werden LED-Lichtquellen in sogenannten Risikogruppen zusammen gefasst. Die Gruppierung erfolgt in die Risikogruppen 3, 2, 1 und die freie Gruppe. Leuchtmittel der Risikogruppe 3 sind in der Allgemeinbeleuchtung nicht zugelassen. Dementsprechend wird der Kunde eine gefährliche Leuchte zumindest in Europa für den Privatgebrauch nicht erwerben können. Bei Leuchten der Risikogruppe 2 findet sich auf der sichtbaren Fläche des Produkts folgendes Bildzeichen.

Des Weiteren ist öfters ein Hinweis enthalten in welcher Entfernung die Leuchte positioniert werden soll, um mögliche Konsequenzen durch Blendung zu vermeiden. Unsere Produkte beinhalten dabei ausschließlich LEDs aus der Risikogruppe 1 oder der freien Gruppe. Diese gelten als unbedenklich.

Bei aller Sensibilisierung in der Öffentlichkeit sollten einige Aspekte nicht vergessen werden

  • Die Gefahr blauen Lichts nimmt mit wachsender Entfernung immer mehr ab, da das Licht sich auf weitere Flächen verteilt und nicht mehr so intensiv ist. Bei den meisten künstlichen Lichtquellen reichen hier bereits Abstände von einem Meter.
  • Ein direktes ins Licht starren ist ein untypisches Verhalten. Der natürliche Reflex bei Blendung sorgt in der Regel dafür den Blick von der Lichtquelle zu wenden.
  • Blaues Licht ist ebenfalls im Tageslicht enthalten. Es hat durchaus auch positive Eigenschaften und steuert unseren komplexen Hormonhaushalt. Ein komplettes Entziehen ist überhaupt nicht möglich.
  • Die gleichen Gefahren liegen potenziell auch in sämtlichen LED-Displays (Fernseher, Smartphones, Tablets). Hier ist das Verhalten sogar ungünstiger, weil dauerhaft auf den Bildschirm geschaut wird und im Falle von Smartphones, Tablets und PC-Monitoren zumeist geringe Abstände zum Auge gehalten werden.
Britta Pletz-Bandelier
Key Account Managerin und Vertriebsleiterin, schreibt leidenschaftlich gerne über Themen rund um Licht, Beleuchtung, Technik und modernes Wohnen. Mit Herzblut bei der Sache, nah am Kunden und für alles eine Lösung.
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